Den Bock zum Gärtner machen zu wollen ist schon immer eine Methode aus Verzweiflung gewesen. Sie funktioniert auch nur bedingt – irgendwann merkt man’s einfach.
In diesem speziellen Fall, von dem hier berichtet wird, schlägt die Bundesregierung doch tatsächlich vor, den Sündenbock buchstäblich dem Staatsdienst einzuverleiben, damit er keinen Schaden mehr anrichten kann.
Das ist so, als würde ich einen Hacker als Computerexperte einstellen – oder einen Massenmörder als Türsteher.

Frau Merkel hatte die Stelle des Bundesdatenschutzbeauftragten neu zu vergeben, und zufällig hatte sie auch gleich den perfekten Kandidaten. Integrer Charakter, Erfahrung im Umgang mit Datenschutz, die Fähigkeit, Mist unter den Teppich kehren zu können und, das war das beste: Er hatte gerade Zeit – war er doch erst kürzlich aus dem Unternehmen gekickt worden.

Jetzt ist es also amtlich: Ex-Bahn-Chef Hartmut Mehdorn wird der neue Bundesdatenschutzbeauftragte der Bundesrepublik.

Da sieht man mal, wie weit man kommen kann – sowas gibt’s wohl nur auf Ebenen, die kein Normalsterblicher mehr überblicken kann. Da fehlt uns das Verständnis.

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